Sommerkonzerte

Wenn die Tage am längsten und die Nächte am kürzesten sind, dann laden wir Sie zu einem bunten musikalischen Reigen ein, der keine Grenzen zwischen E und U kennt: Beim festlichen Sommernachtskonzert ist diese Vielfalt ebenso spürbar wie beim kabarettistischen KaffeeKonzert.

Sa 29.06.2019 | 19.30h | St. Paul
Sommernachtskonzert. Musik für Orgel & Klavier: von Astor Piazzolla, Saúl Cosentino, Victor Carbajo (Piazzollissima) u.a.
Jens Barnieck & Sirka Schwartz-Uppendieck (Klavier & Orgel), Michael Herrschel (Conférence)
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So 14.07.2019 | 16.00h | Auferstehungskirche
KaffeeKonzert: Tango Time. Musik für Klavier vierhändig & Singstimme: von Chiquinha Gonzaga, Ernesto Nazareth, Astor Piazzolla u.a.
Jens Barnieck & Sirka Schwartz-Uppendieck (Klavier), Michael Herrschel (Gesang & Conférence)
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AbendKunstKlänge (Leitung: Sirka Schwartz-Uppendieck)
jeweils dienstags, 18.30h | Auferstehungskirche

25.06.2019: Flötenklasse Susanne Muschaweck
02.07.2019: Flötenklasse Daniela Holweg
09.07.2019: Saxofonklasse Markus Rießbeck
16.07.2019: Trompetenklasse Roland Horsak & Posaunenklasse Christoph Müller 
23.07.2019: Orgelklasse Sirka Schwartz-Uppendieck

Rückschau

Orgelkonzertwanderung (29.07.2018)
„Der Sommer riecht nach Obst und Holzbänken“: So atmosphärisch schildern die Fürther Nachrichten vom 31. Juli 2018 die zweite Dekanats-Orgelwanderung, die bei hochsommerlichen Temperaturen durch das Cadolzburger Land führte. „Drei Kirchen, drei Orgeln, eine Organistin, vier Organisten: Die Landkreis-Orgelwanderung mit Fürths Kirchenmusikdirektorin Sirka Schwartz-Uppendieck machte am Wochenende rund 100 Musikfreunden auf einem Zehn-Kilometer-Kurs Beine.
33 Grad im Schatten? Also bitte, derlei Kleinkram hält Kirchenmusikfans nicht daheim. Etwa 70 sitzen am Sonntagmittag in der kleinen Cadolzburger Markgrafenkirche. Hier beginnt die Orgelwanderung, die zweite nach 2016. Wieder gibt es Musik auf unterschiedlichen Orgeln, präsentiert von Schülern der Kirchenmusikdirektorin. Zwischen den Konzerten führt der Weg durch hitzeflirrende Landschaften. Die Rucksäcke wiegen schwer, jeder hat literweise Wasser dabei.
Sirka Schwartz-Uppendieck und Michael Herrschel sind ein bewährtes Duo. Der moderierende Librettist versteht es, Zusammenhänge aus Musik- und Kulturgeschichte verständlich zu machen. Gerne lauscht man, wie wunderbar die Markgrafenkirche St. Cäcilia, benannt nach der Schutzheiligen der Musik, zu Bachs Acht Kleinen Präludien und Fugen passt, mit denen der ambitionierte Laie Jürgen Zeitler vors Publikum tritt.
Die Schüler – gleich danach spielt Michael Rieger César Franck und Thomas Riegler – stehen alle fest in musikfernen Berufen. Doch die Leidenschaft zur Kirchenmusik lässt sie über Jahre dranbleiben, obgleich manche Partnerschaft in den letzten Monaten vor den Konzerten hart geprüft wurde, wie eine Mitwanderin lachend verrät.
DIe Mischung aus forschem Gehen, Innehalten und versunkenem Lauschen, aus sommerprallen Düften und den Gerüchen von Holzbänken und Dachbalken macht aus diesem Sonntag einen Tag der Seelenfreude. In der Burgkapelle Seckendorf wartet nach einem gut halbstündigen Marsch Ruth Sinning an der Deininger & Renner-Orgel (1997). Diese Orgelbauer haben bei G. F. Steinmeyer aus Oettingen ihr Handwerk gelernt, woher das viel ältere Cadolzburger Instrument (1911) stammt.
Jetzt wird es musikalisch beschwingter, unter anderem mit Werken des Berliner Kantors Michael Schütz, der traditionelle Stile mit Pop fusioniert. Bevor es wieder hinaus geht, lädt ein ruhiges Werk des alten Nürnberger Meisters Johann Pachelbel zu meditativem Innehalten ein. Schnell beim Landwirt die Wasserflaschen nachgefüllt, und vorbei geht’s an Obstbäumen, schwer von Pflaumen, Äpfeln, Quitten. Kein Vogelzirpen dringt aus dem Gebüsch, die Sänger haben hitzefrei.
Bei jeder Station kommen neue Musikfreunde hinzu. Manche wandern mit, andere begleiten den Tross auf dem Rad, wenige benutzen den Wagen. In der Roßendorfer Martinskirche, die versteckt am Ende einer Sackgasse liegt, ist jetzt CHristian Klinger bereit, in die Tasten der Ahlborn-Orgel aus dem Jahr 1996 zu greifen – mit Stücken von Pachelbel, Nicolaus Bruhns und Thomas Riegler.
Als Aufmunterung vor der letzten Fußetappe wird die Reiselust geweckt mit der Filmmusik aus ‚Pirates of the Caribbean‘. Die letzte Fußetappe ist gut gewählt: Schon lange vor der Ankunft kann man das Ziel sehen, die Cadolzburg, die mächtig über der kleinen Kapelle thront. Fluch der Karibik? Verflucht schöner Landkreis!“

Orgelkonzertwanderung (31.07.2016)
„Panoramapfade für die Ohren“: so überschreibt Peter Budig in den Fürther Nachrichten vom 3. August 2016 seine Reportage über eine besondere Aktion zum Abschluss der Kirchenmusiksaison 2016/17, die viel Anklang fand. „Eine ideenreiche Kirchenmusikdirektorin, ein junger, begabter Organist, ein kundiger Moderator, drei historische Orgeln in knarzenden Landkirchen, ein idyllischer Rundweg: Auf eine fast schon rührend altmodische ‚Orgelkonzertwanderung‘ begaben sich 120 Musikfreunde und folgten Sirka Schwartz-Uppendieck per pedes durch den Landkreis. […] Fürths Dekanats-Kirchenmusikdirektorin ist, seit sie vor bald 20 Jahren aus dem hohen Norden in die Kleeblattstadt kam, bekannt für kreative Konzert-Ideen.“
Und ihr liegt „die Kirchenorgel am Herzen; so hat sie etwa mit dem Fürther Librettisten und Moderator Michael Herrschel die historischen Instrumente im Landkreis erfasst und ins Netz gestellt. Hinzu kommt, dass Schwartz-Uppendiecks Jahrespraktikant Kevin Wagner allseits als besonders begabter Kirchenmusiker gelobt wird.
Also, dachte sich die Chefin, könnte man doch sonntags nach dem Braten eine Orgelkonzertwanderung ansetzen […]. Dass dann […] an der ersten Station in Ammerndorfs Sankt-Peter-und-Paul-Kirche die Nößler-Orgel unter Wagners Händen vor weit über 100 neugierigen, berührt lauschenden Wanderfreunden erklingt, ‚damit habe ich nicht gerechnet‘, bekennt eine strahlende Schwartz-Uppendieck.
Von Ammerndorf nach Vincenzenbronn geht man eine knappe Dreiviertelstunde. Etliche Mitglieder des Ammerndorfer Gesangsvereins und der Kirchengemeinde schließen sich dem Zug an. ‚Wir kennen natürlich die Kantorin‘, sagen sie. ‚Aber heute sind schon auch viele Fremde da‘, murmelt ein Ammerndorfer Wandersmann. Die ‚Fremden‘, das sind die Fürther aus Schwartz-Uppendiecks Heimatgemeinde Auferstehung im Stadtpark.
St. Laurentius liegt auf einer Anhöhe in einem mittelalterlichen Wehrring […] und trotzt allen Wettern, wovon sich alle an diesem Nachmittag überzeugen können; denn kaum schließen sich die Türen, reißen die schwarzen Wolken auf, es gießt wie aus Kannen. Doch akustisch mischt sich der Sturm nicht ins Spiel der Bittner-Orgel ein. […] Auf die Frühromantik in Ammerndorf lässt Kevin Wagner hier Barock- und Renaissanceklänge folgen. Nach dem sehr direkten, schlichten Klang der Nößler-Orgel wirkt die Bittner-Orgel geradezu orchestral, volltönend, gewaltig. Neben Bach spielt Wagner Stücke von Johann Pachelbel, Jan Pieterszoon Sweelinck und Louis Marchand. […] Zur perfekten Planung gesellt sich das Glück: Kaum ist das finale Register gezogen, schließt der Himmel seine Beregnungsaktion ab. Die Sonne bricht durch und bringt die Wandergruppe ins Schwitzen. […] Über Rütteldorf geht es an grasenden Ponys und staunenden Kälbern vorbei zur letzten Station der musikalischen Wanderung: Zautendorf, Sankt Johannes“ mit der Strebel-Orgel (1892). „Zum Abschluss zeigt Kevin Wagner […] nochmals sein beachtliches Talent: Improvisationen über Richard Wagner und eine freigestaltete ‚Orgelwanderung durch das Kirchenjahr‘ mit Hommagen an Gabriel Rheinberger, Felix Mendelssohn Bartholdy, Johann Ludwig Krebs und Max Reger lassen die Zuhörer in tiefe Versunkenheit fallen. Bewegung und Entschleunigung, Naturidylle und am Ende Geselligkeit […] – ein Tag, der, würde er als ‚Manager-Seminar‘ deklariert, nur für teures Geld zu genießen wäre. Hier aber gibt es alles zum Preis eines Hefeweizens und eines Schäufeles.
Schwartz-Uppendieck denkt übrigens über weitere Orgelwanderungen nach. Und dann gibt Moderator Michael Herrschel allen Teilnehmern noch diese Zeilen aus Richard Wagners ‚Tristan und Isolde‘ mit auf den Weg: ‚Wo sind wir?‘ – ‚Hart am Ziel!‘“

Poulenc & Debora (02.07.2016)
Die Erstaufführung der Chorfassung des Oratoriums „Debora“ von Dorothea Hofmann und Michael Herrschel stand im Mittelpunkt des Sommerprogramms 2016. Günter Greb berichtet darüber in den Fürther Nachrichten vom 4. Juli 2016 unter dem Titel „Gewaltiger Klang für die Richterin. Debora sorgt für Recht und Gerechtigkeit beim Sommernachtskonzert in St. Paul“. Anschaulich betont er „die Spannung, die bereits in der einleitenden Gerichtsszene im heftigen Dialog zwischen Debora, den Nachbarn und der Magd herrscht.
Monika Teepe meistert mit ihrer dramatisch hell timbrierten Sopranstimme auch die extremen Höhen der Titelpartie in exzellenter Weise sowohl als Richterin wie auch als Friedensstifterin. Im Gegensatz dazu die klangvolle, dunkel timbrierte Altstimme von Jennifer Arnold als Magd und Jaël, die in der biblischen Handlung eine entscheidende Rolle spielt, indem sie sich der Gewalt des feindlichen Heerführers Sisera erwehrt und ihn tötet. In der Quasi-Doppelrolle als Barak und Sisera brilliert Markus Simon mit seiner mächtigen Bassstimme und lässt in den spannungsgeladenen Dialog mit Debora diese Personenspaltung ergreifend hörbar werden: ‚Nein! – Barak bin ich. Nein! – Sisrá bin ich.‘
Das von Markus Simon einstudierte Vokalensemble Langenzenn erweist sich wieder einmal als Klangkörper von hohem Format. Die exakten Rufe des Volkes beim Gerichtstag, die mit höchstem Ausdruck gesungenen Passagen in der Schlachtbeschreibung mit perfekter Deklamation. Dann die Verzweiflung und Klage, mit denen dieser Teil endet, die dramatischen Ausbrüche bei der Ermordung Siseras und Jubel und Freude beim anschließenden Siegeslied mit der Hoffnung auf Jahre der Stille, auf den ersehnten Frieden und dem Dank an Debora und Barak ‚Wir sind frei‘ – der Chor gibt es eindrucksvoll wieder.
Bernd Müller am Dirigentenpult war ein souveräner Leiter dieses gewaltigen Klangkörpers, der neben dem Chor aus dem mit Holzbläsern und Pauken verstärkten Kammerorchester KlangLust! und dem Debora-Posaunenchor von Karin Mehring bestand. Mit Organistin Sirka Schwartz-Uppendieck wurden nicht nur die Einleitungsmusiken zu den einzelnen Teilen und der glanzvolle Schluss des Werkes gestaltet, sondern auch die musikalischen Passagen zur Illustrierung der Handlung.
Eröffnet wurde das Konzert vom Posaunenchor mit dem auf dem Kirchenvorplatz gespielten ‚March of the Women‘ der Komponistin Ethel Smyth (1858-1944) und dem Orgelkonzert g-moll von Francis Poulenc. Es ist ein von gegensätzlichen Klangwelten geprägtes gewaltiges Opus mit der brillanten Interpretin Sirka Schwartz-Uppendieck und dem Orchester KlangLust!“

Organ Groove & Piano Bar (17.07.2015)
Unter dem Titel „Komponistinnen geben unterhaltsam den Ton an“ schreibt Günter Greb in den Fürther Nachrichten vom 20. Juli 2015: „Das 16. Fürther Komponistinnenkonzert verband in der St. Paulskirche raffinierte Musik mit Tanz. […] In […] der Fürther Kirchenmusikszene hat KMD Sirka Schwartz-Uppendieck […] im Jahr 2000 die Komponistinnenkonzerte ins Leben gerufen, verbunden […] auch mit dem Ziel, das Schaffen von Komponistinnen der Gegenwart zu fördern. Und beim 16. Event dieser Art, erstmals in der St. Paulskirche, stand mit den beiden Teilen ‚Organ Groove‘ vor und ‚Piano Bar‘ nach der Pause U-Musik ganz verschiedener Stilarten auf dem Programm.
[…] Ein melancholisches Chanson ‚Sacrifice‘ von Clémence de Grandval boten Sirka Schwartz-Uppendieck als Barpianistin, Michael Herrschel als Sänger, Conferencier und Schauspieler und die Tänzerin Sophie Habenicht dar: Musik und freier Ausdruckstanz im Kirchenraum flossen in eindrucksvoller Gestaltung nahtlos ineinander.
[…] Im Walzer ‚Bela Jardiniera‘ von Chiquinha Gonzaga erwies sich Schwartz-Uppendieck als versierte Pianistin, die in allen Stilrichtungen brillierte. Ebenso in der szenischen Darstellung ‚O abre alas‘, wo die Tänzerin als Stierkämpferin und der Sänger als Stier, anstatt der gefährlichen Hörner mit einem Regenschirm bewaffnet, agierten.
Eine Hymne auf die spanische Hauptstadt im Bolerorhythmus von Pauline Viardot-Gardia und Wiener Walzerseligkeit ‚Viennoise‘ von Mel Bonis waren weitere musikalische Leckerbissen, ehe sich in Chansons à la Edith Piaf französisches Flair verbreitete. Ganz toll: ‚Opinion publique‘ von Marguerite Monnot, wo Michael Herrschel und Sophie Habenicht eine brillante und tiefgehende Darbietung gelang.“

Summer Jazz (28.06.2013)
Unter dem Titel „Spannende Klangbögen. Jazz in der Kirche besticht mit hochkarätigen Künstlern“ notiert Sigrun Arenz in den Fürther Nachrichten vom 1. Juli 2013: „Jazz – leicht, duftig und kühl wie ein Sommerabend voller Geheimnisse. Zum zweiten ‚Summer Jazz‘ in der Auferstehungskirche hat der Verein für Musik in Kirche und Gesellschaft Musiker eingeladen, die sich souverän zwischen klassischem Jazz und dem bewegen, was jenseits davon liegt: Kirchenmusik, E-Musik, Avantgarde. […]
Moderator und Organist Christian Gabriel begrüßt die entspannten Zuhörer mit einem […] launigen ‚Guten Morgen‘, dem Titel des Eingangsstücks geschuldet, mit dem Sirka Schwartz-Uppendieck an der Orgel einen unbeschwerten Auftakt gesetzt hat.
Die Leichtigkeit flieht keineswegs, wenn später etwa das Trio Blackflash unter Peter Fulda auftritt oder […] wenn Alexander Wienand am Flügel, Felix Himmler am Bass und Tobias Schirmer am Schlagzeug loslegen […]. ‚Frühling im Zeitraffer‘ beginnt harmlos genug mit feinen, webenden Klaviertönen, grün, wellig und weit, mit dem feinen Grollen der Drums im Hintergrund, später kehliger und erdiger, dann mit Elementen der Minimal Music, in der winzige Themen leicht variierend immer wieder durchgespielt werden – und zuletzt mit einem völlig überraschenden, das Publikum nach kurzer Irritation begeisternden abrupten Schluss. Oder mit […] ‚Get the cat‘, einem irisierenden, sich entziehenden, fliehenden und dann wieder lauernden und schleichenden Stück, das wenig Zweifel daran lässt, dass diese Katze sich nicht so einfach einfangen lässt.
Mit Werner Heider steht im zweiten großen Block ein Musiker im Mittelpunkt, der in der Region sehr bekannt dafür ist, dass er sich gängigen Klassifizierungen entzieht. Der über achtzigjährige, weißhaarige Pianist spielt mit ungeheurer Präsenz, fast mit Wucht, lässt die ‚Berge, zugespitzt‘ in seiner Komposition entstehen, die bei aller Asymmetrie etwas streng Gebundenes ausstrahlt, sich wie ein dickes Tau um eine musikalische Mitte zentriert, teils tief dröhnend, dann langsam aufsteigend, hier schroff abfallend. Musik, die Unbehagen schafft, Faszination und Irritation, die nicht leicht konsumierbar ist und doch hörbar. Das Publikum bedenkt Heider denn auch mit lang anhaltendem Applaus.“

(Wiedergabe der Zitate mit freundlicher Genehmigung der Fürther Nachrichten)