Musik von Komponistinnen

Die nächsten Aufführungen:

23.07.2017, 17.00 Uhr
Auferstehungskirche:
Nocturnes für Chor & Klavier
Mit Werken von Maria Szymanowska, Fanny Mendelssohn und Clara Schumann
Sirka Schwartz-Uppendieck (Klavier)

11.11.2017, 19.30 Uhr
Atelier in der Alten Kirche (Blumenstraße 33):
Katharina.Schatten.Spiel Live-Hörspiel von Michael Herrschel (Text) & Yulim Kim (Musik) (Uraufführung)
Michaela Domes (Stimme), Markus Rießbeck (Saxophon), Werner Treiber (Percussion), Sirka Schwartz-Uppendieck (Keyboard & Leitung)

26.11.2017, 17.00 Uhr
Auferstehungskirche:
Katharina & Klavierkonzerte
Mit Orchesterlied von Dorothee Eberhardt: Revolte (Text: Michael Herrschel, Uraufführung)
Laura Demjan (Sopran), Farrenc Ensemble, Bernd Müller (Dirigent), Sirka Schwartz-Uppendieck (Klavier & Leitung)

Fürther Komponistinnenkonzerte: Pressestimmen

Esther und die Kraniche (19. März 2016)

Eine mutige Frau erhebt ihre Stimme und verhindert dadurch einen Völkermord. Das ist der Inhalt der biblischen Esther-Geschichte, an die alljährlich beim jüdischen Purim-Fest erinnert wird. Wenige Tage vor Purim 2016 war die Geschichte Esthers das Thema des 17. Fürther Komponistinnenkonzerts. Sirka Schwartz-Uppendieck stellte darin die Barockkantate „Esther“ von Élisabeth Jacquet de La Guerre dem Liederzyklus „Nun sind die Kraniche längst im Süden“ von Barbara Heller gegenüber. Als literarischer Dialogpartner las Michael Herrschel seine „Esther“-Erzählung.
Darüber berichtete Günter Greb in den Fürther Nachrichten vom 21. März 2016 unter der Schlagzeile „Persiens Königin in der Paulskirche“:
„In einer wohldurchdachten Dramaturgie gelang es Sirka Schwartz-Uppendieck und Michael Herrschel […], diese Ebenen so ineinanderzufügen, dass ein einstündiges Werk entstand, in dem barocke Musik, moderne Klänge und das gesprochene Wort zu einer stimmigen Synthese verschmolzen.
Mit seiner sonoren und klangschönen Sprechstimme, hier mehr in der Tenor- als in seiner Baritonlage, trug Herrschel den Text vor, […] immer in Kongruenz zum musikalischen Geschehen. […] Dieser Kampf Esthers für die ‚Auferstehung der Lebenden‘ wird […] in ergreifender Übereinstimmung von Text und Musik dargestellt. […]
Martina Schlautmann überzeugte mit ihrer hell timbrierten Sopranstimme, klangvoll in den melodischen Passagen und mit vokaler Leichtigkeit in den Koloraturen. Mühelos gelang ihr der ständige Wechsel von den barocken zu den modernen Klängen. Schwartz-Uppendieck war sowohl in der Begleitung der Rezitative und Arien aus der Kantate von Élisabeth Jacquet de La Guerre an der Orgel als auch der Lieder von Barbara Heller auf dem Klavier eine einfühlsame und versierte Begleiterin, die wieder einmal für ein herausragendes Konzert sowohl hinsichtlich der Dramaturgie als auch der Interpretation im Rahmen der Fürther Kirchenmusik sorgte.“

Debora-Oratorium & Orgelchoral (17. November 2013)

Über das 14. Fürther Komponistinnenkonzert berichtet Volker Dittmar in den Fürther Nachrichten vom 19. November 2013:
„‚Leg deine Rüstung ab‘, lautet das Motto der 50. Fürther Kirchenmusiktage. Mit der Uraufführung eines Oratoriums von Dorothea Hofmann über die alttestamentliche Richterin Debora hat es am Sonntagabend in der Auferstehungskirche packendes Format angenommen. […] Auf den Punkt gebracht haben die Münchner Komponistin und der Fürther Librettist Michael Herrschel die Sehnsucht der Menschen nach Frieden, den sie dann doch nicht ertragen. Das ist so aktuell wie die Frage nach dem Umgang mit Fremden. […] Den Musikern wird nichts geschenkt, kein Bad in Wohlklang, keine Rast in Nebensächlichem. […] Energiegeladen […] verleihen die Akteure der Uraufführung große Überzeugungskraft. […] Monika Teepe (Sopran), Jennifer Arnold (Alt) und Markus Simon (Bass): […] ein spannendes Stimmengemälde aus einem Guss. […] Auf der Orgelempore setzen der von Karin Mehring geleitete Projekt-Posaunenchor und Organistin Sirka Schwartz-Uppendieck wirkungsvolle Akzente. […] Alles ist hautnah und gewaltig. […] Mit großer Übersicht dirigiert Christian Gabriel die hochmotivierte Schar. […]
Als zweite zeitgenössische Komponistin stellt Sirka Schwartz-Uppendieck die Darmstädterin Barbara Heller mit zwei Werken vor, deren Entstehungszeit exakt 50 Jahre auseinanderliegt. Kapriziös und pointiert interpretiert sie eingangs eine Klavier-Toccatina von 1963. Mit treibenden Nachschlägen nimmt das Stück Fahrt auf und reißt die Hörer mit. Nicht weniger packend gerät dann die Uraufführung eines zur Erinnerung an Hellers heuer verstorbene Weggefährtin Elke Mascha Blankenburg komponierten Orgelchorals in e-moll. Ein kontrastreiches Mosaik […]. Züge einer facettenreichen Persönlichkeit werden dabei ebenso beleuchtet wie das Potenzial der 40 Register starken Späth-Orgel. Die spannende Stille nach dem Schlusston war nicht minder Anerkennung als der dann einsetzende Applaussturm.“

(Wiedergabe der Zitate mit freundlicher Genehmigung der Fürther Nachrichten)