Dekanatskantorin KMD Sirka Schwartz-Uppendieck

Sirka Schwartz-Uppendieck, geboren 1965 in Hamburg, begann mit sieben Jahren Klavier und mit dreizehn Jahren Orgel zu spielen. Während ihrer Gymnasialzeit wurde sie Klavierschülerin von Johanna Wiedenbach und begann ihr Orgelstudium an der Musikhochschule Hamburg bei Heinz Wunderlich, dem letzten Vertreter der Straube-Schule. An der Musikhochschule Lübeck setzte sie danach in der Orgelklasse von Eberhard Lauer und in der Klavierklasse von Conrad Hansen ihre Ausbildung fort. Weitere wichtige Impulse erhielt sie in Meisterkursen bei Martin Behrmann, André Isoir, Günther Kaunzinger, Daniel Roth, Gerd Wachowski und Christiane Michel-Ostertun sowie in musikwissenschaftlichen Seminaren an der Universität Hamburg. Ihre Studien schloss sie mit dem Konzertexamen und dem A-Kirchenmusikexamen ab. In ihrer Diplomarbeit erforschte sie „Karl Straubes Bachspiel als Meilenstein in der Geschichte der Interpretation Bachscher Orgelwerke in Deutschland“.

Seit Oktober 1997 ist Sirka Schwartz-Uppendieck Kantorin für die Evangelischen Altstadtkirchen in Fürth (Auferstehungskirche im Stadtpark, St. Paul und St. Michael) mit dem Arbeitsschwerpunkt Künstlerisches Orgelspiel und dem Dekanatsauftrag für Orgelspiel. 2011 wurde sie zur Kirchenmusikdirektorin ernannt.

Gemäß dem Konzept der „Offenen Kirche“ verbindet Sirka Schwartz-Uppendieck klassisches Repertoire mit neuen thematischen Schwerpunkten. Orgel- und Klavierkonzerte sowie Kammer- und Orchesterkonzerte mit solistischem Tasteninstrument gestaltet sie gerne im Dialog mit Bildender Kunst, Literatur und Theater. Mit besonderer Liebe widmet sie sich auch den Bereichen Gospel, Chanson, Romantische Klaviermusik und Zeitgenössische Musik. Über 75 neue Werke, die auf ihre Anregung hin entstanden sind, hat sie in Konzerten und Gottesdiensten der Öffentlichkeit vorgestellt (siehe hierzu das ausführliche Fürther Uraufführungsverzeichnis und die Liste weiterer Uraufführungen unten auf dieser Seite).

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Ingeborg Schilffarth hat sie die Künstlerische Leitung der Fürther Kirchenmusiktage inne. Für die Weiterentwicklung des ökumenischen Musikfestivals, das seit 1963 jährlich stattfindet, erhielten die beiden Musikerinnen 2014 den Kulturpreis der Stadt Fürth (Sonderpreis).

Eine in der Metropolregion einmalige Initiative startete Sirka Schwartz-Uppendieck im Jahr 2000: die Fürther Komponistinnenkonzerte, in denen sie Musik von Frauen aus allen Epochen der Musikgeschichte vorstellt. 2002 war sie darüber hinaus Mitbegründerin der Vereinigung Unabhängige Frauen Fürth. Aufgrund ihrer vielfältigen Erfahrung in den Bereichen „Neue Musik“ und „Musik von Komponistinnen“ wurde sie auch zu Gastvorträgen und -auftritten eingeladen, u.a. an die Universität Erlangen (Kongress „Musik in Kirche und Gemeinde“), an die Universität Dortmund (Workshop „Hören hören: still werden“), an die Augustana-Hochschule Neuendettelsau, zum Münchner Kirchenmusikfestival Artionale und zum Verein Neue Musik in Bamberg („Farben der Unendlichkeit“).

In der Auferstehungskirche im Stadtpark leitet Sirka Schwartz-Uppendieck zudem den Liturgischen Chor und, seit 2004, den Arbeitskreis Kunst und Kirche. 2006 übernahm sie die musikalische Gestaltung der Theatergottesdienste in Zusammenarbeit mit dem Stadttheater Fürth. 2017 leitet sie das musikalische Programm beim Kunstprojekt zum Reformationsjubiläum in der Auferstehungskirche.

Mehr über ihre Arbeit erzählt Sirka Schwartz-Uppendieck hier:
• im Gespräch mit Michael Herrschel und
• im Radiointerview mit BR Klassik.

Kontakt
KMD Sirka Schwartz-Uppendieck
Kirchenmusik Fürth
Otto-Seeling-Promenade 7
90762 Fürth
Tel. 0911 7499900
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