Die Orgeln in St. Paul

Hauptorgel St. Paul

Die Hauptorgel der Kirche St. Paul ist die größte Orgel Fürths. Sie wurde von der Firma E. F. Walcker & Cie. in den Jahren 1963/64 gebaut – in einer Zeit, in der sich die Ideen der so genannten Orgelbewegung vielerorts zu grimmig scharfen, archaisierenden Klangvorstellungen verhärtet hatten. Der Orgelsachverständige Walter Supper, der die Disposition der Paulsorgel entwarf, verleugnete seine Herkunft aus der Orgelbewegung nicht, suchte aber immer wieder auch einen Ausgleich mit anderen Ästhetiken. So entwickelte er für die Paulsorgel eine neue symphonische Klangkonzeption mit teilweise romantischen Registern – ganz in der Tradition der Firma Walcker, in deren Werkliste dieses Instrument als Opus 4480 geführt wird.

Das Klangfarbenspektrum und die Spielmöglichkeiten, die hier geboten werden, sind reich: Die Hauptorgel von St. Paul verfügt über 54 klingende Register auf drei Manualen und Pedal (III/P,54). Als Spielhilfen sind eine Setzeranlage, vier freie Kombinationen, zwei Pedalkombinationen, eine Walze und eine Registerfessel vorhanden.

Die Chororgel der Kirche St. Paul wurde 1972 von der Firma Walcker gebaut und mit der Opuszahl 5300 versehen. Die Chororgel (Disposition: III/P,13) befindet sich im Altarraum. Zwei ihrer drei Manuale und das Pedal sind mit den 13 eigenen Registern verbunden. Von allen drei Manualen und vom Pedal aus ist darüber hinaus die große Hauptorgel anspielbar. Die Registertraktur der Chororgel ist mechanisch.

Neben den beiden Orgeln wird in St. Paul auch ein Klavier für Konzerte und Gottesdienste eingesetzt.

Disposition der Hauptorgel

Pedal (C–f’)
1) Rohrpommer 4’
2) Spitzflöte 8’
3) Subbass 16’
4) Untersatz 32’
5) Großprinzipal 16’
6) Großoktave 8’
7) Dolkanpiffaro 4’+2’
8) Basszink 3fach: 5⅓’+3⅕’+2⅔’
9) Rauschpfeife 3fach: 2⅓’+1⅓’+1’
10) Posaune 16’
11) Dunkeltrompete 8’
12) Clairon 4’
13) Vox humana 2’

I. Manual (C–a’’’, Hauptwerk)
14) Kleinoktave 2’
15) Blockflöte 4’
16) Flötgedackt 8’
17) Spillpfeife 8’
18) Quintadena 8’
19) Großpraestant 16’
20) Prinzipal 8’
21) Oktave 4’
22) Scharfquinte 2⅔’
23) Larigot 3fach: 2’
24) Mixtur 5fach: 1⅓’
25) Fagott 16’
26) Helltrompete 8’

II. Manual (C–a’’’, Brustpositiv)
27) Nonenflöte 8/9’
28) Sifflötenquinte 1⅓’
29) Oktavflöte 2’
30) Metallgedackt 4’
31) Quintviola 8’
32) Holzgedackt 8’
33) Kleinpraestant 4’
34) Feldflöte 2’
35) Scharfzimbel 4fach
36) Musette 8’
37) Schalmey 4’
38) Tremulant II

III. Manual (C–a’’’, Schwellwerk)
39) Tremulant III
40) Clarine 4’
41) Hautbois 8’
42) Dulzian 16’
43) Zimbelpfeife 1fach: ⅙’
44) Terzianscharf 6fach: 2’
45) Geigend Prinzipal 4’
46) Hölzern Flöte 8’
47) Gemshörnlein 1’
48) Septimflöte 1 1/7’
49) Terzflöte 1⅗’
50) Waldflöte 2’
51) Quintflöte 2⅔’
52) Rohrflöte 4’
53) Spitzgedackt 8’
54) Stillbordun 16’
55) Harfpfeife 8’
56) Schwebend Harf 8’

Koppeln: I/P • II/P • III/P • II/I • III/I • III/II

Zimbelstern

Disposition der Chororgel

Pedal (C–f’)
1) Subbass 16’
2) Gedacktbass 8’
3) Schwiegel 4’
4) Stillfagott 16’

II. Manual (C–g’’’)
5) Hohlflöte 8’
6) Prinzipal 4’
7) Flachflöte 2’
8) Mixtur 4fach: 2’

III. Manual (C–g’’’)
9) Holzgedackt 8’
10) Rohrflöte 4’
11) Prinzipal 2’
12) Terzian 2fach
13) Zimbel 3fach: ½’
Tremulant III

Koppeln: II/P • III/P • III/II