Die Orgel in St. Walburg Großhabersdorf

Die erste Nachricht über eine Orgel in der Kirche St. Walburg in Großhabersdorf stammt aus dem Jahr 1680. Das Instrument eines unbekannten Nürnberger Orgelmachers wurde als „zu schwach und gering in der weiten Kirche“ befunden. 1681 kaufte man beim Orgelbauer Johann Habernes (Cadolzburg) eine neue Orgel. Sie wurde 1682 für 48 Kreuzer repariert, wobei eine Mixtur eingebaut wurde.
1726 wurde erneut eine neue Orgel angeschafft: vom Hoforgelmacher Prediger (Ansbach), zum Preis von 300 Gulden. Sie verfügte über zehn klingende Register auf einem Manual und Pedal (I/P,10).
1928 baute die Firma Sieber (Holzkirchen im Ries) in das alte erweiterte Gehäuse ein neues Werk ein: mit 17 klingenden Registern auf zwei Manualen und Pedal (II/P,17).

Die heutige Orgel wurde – unter Verwendung des Prospekts und alter Pfeifen – 1983 von der Firma Wendhack-Redeker-Kreuzer (München) gebaut. Sie verfügt über 23 klingende Register auf zwei Manualen und Pedal (II/P,23).
2003 wurde die Orgel durch die Firma Hemmerlein (Cadolzburg) neu intoniert. Dabei wurde das Register Baßzink durch eine Posaune 8’ ersetzt.

Disposition

I. Manual (C–g’’’, Hauptwerk)
Prinzipal 8’
Hohlflöte 8’ (alt)
Gamba 8’ (alt)
Oktave 4’
Zartflöte 4’ (alt)
Schwiegel 2’ (alt)
Mixtur 4fach 1⅓’
Quinte 1⅓’ (Vorabzug aus Mixtur)
Schalmeioboe 8’
Tremulant
Zimbelstern

II. Manual (C–g’’’, Unterwerk im Schwellkasten)
Gedackt 8’ (alt)
Salicional 8’ (alt)
Gedacktflöte 4’ (alt)
Nasat 2⅔’
Prinzipal 2’
Terz 1⅗’ (alt-neu)
Oktave 1’
Terzzimbel 2fach ⅕’
Tremulant

Pedal (Cf’)
Subbaß 16’ (alt)
Gedacktbaß 8’ (aus Subbaß 16’)
Oktavbaß 8’ (alt-neu)
Rauschpfeife 3fach 4’ (alt-neu)
Choralbaß 4’ (aus Rauschpfeife)
Posaune 8’ (neu 2003; vorher Baßzink 3fach 5⅓’ [alt-neu])

Normalkoppeln, Mechanische Schleifladen

Die Prediger-Orgel von 1726 hatte folgende Disposition (I/P,10):

Manual (C–c’’’)
Prinzipal 4’
Gedeckt 8’
Flöte 8’
Salicional 8’
Gedeckt 4’
Quinte 2⅔’
Oktav 2’
Mixtur 3fach 1’
Stern

Pedal (C–c’)
Subbaß 16’
Violon 8’

1928 schuf die Firma Sieber folgende Disposition (II/P,17):

I. Manual (C–g’’’)
Prinzipal 8’
Gedeckt 8’
Harmonieflöte 8’
Gemshorn 4’
Oktav 4’
Waldflöte 2’
Quintflöte 1⅓’
Larigot 2’

II. Manual (C–g’’’)
Vox Coelestis 8’
Gamba 8’
Lieblich Gedeckt 8’
Aeoline 8’
Zartflöte 4’
Mixtur 2⅔’

Pedal (C–d’)
Subbaß 16’
Zartbaß 16’
Violon 8’