Die Orgel in St. Bartholomäus Oberreichenbach

Eine Erhöhung im historischen Deckengewölbe lässt darauf schließen, dass die Kirche St. Bartholomäus in Oberreichenbach (heute zur Gemeinde Großhabersdorf gehörig) bereits im 17. Jahrhundert eine Orgel besaß. Belegt ist für 1845 eine größere Baumaßnahme mit einem Orgelwerk mit sechs Registern.

Die heutige Orgel, die in ihrer Grundform aus der Zeit um 1830 stammt, wurde 1892 aus der Spitalkirche Wunsiedel hierher überführt. 1983 erfolgte eine Renovierung durch die Firma Erich Bauer / Hans Voglrieder (Unterasbach). Dabei stellte sich heraus, dass statt des Salicional 8’ ursprünglich eine Oktave 2’ vorhanden war. Deshalb wurden die Pfeifen des Salicionals im Dachboden der Kirche eingelagert und die Oktave 2’ eingebaut. Das unselbständige Pedal wurde durch eine Pedalkoppel aufgewertet.

In ihrer jetzigen Form verfügt die Orgel über sieben klingende Register auf einem Manual und Pedal (I/P,7).

2004 erfolgte eine weitere Renovierung durch die Firma Jürgen Lutz (Feuchtwangen), 2013 eine Reinigung (aufgrund eines Mückenproblems) und Stimmung durch die Firma Andreas Hemmerlein (Cadolzburg).

Disposition

Manual (C-g’’’)
Bourdon 8’
Flöte 8’
Prinzipal 4’
Coppelflöte 4’
Oktave 2’

Pedal (C-c’)
Subbaß 16’
Violon 8’

Pedal Coppel

In ihrer früheren Form (~1830/1892) hatte die Orgel folgende Disposition:

Manual
Flöte 8’
Bordun 8’
Prinzipal 4’
Koppelflöte 4’
Salicional 8’

Pedal (unselbständig)
Subbaß 16’
Oktavbaß 8’